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Wir sind gut angekommen, haben zwar wieder nicht den Flug genommen der eigentlich gedacht war, sind aber im Endeffekt trotzdem pünktlich in Düsseldorf gelandet.

Wohlverdient begebe zumindest ich mich jetzt erstmal zur Erholung in den Urlaub ;)

Ich hoffe das Lesen der Berichte war nicht zu langweilig, spätestens bei der nächsten großen Reise geht es weiter, über die nächste kleinere Reise wird hier berichtet :)

Das Ende.

02:50

So, heute sind Ben und Ich dann aus Huaraz gekommen, haben uns gut mit den beiden anderen getroffen, und verbringen nun nicht einmal mehr 12 Stunden in Peru. Um 6.50h geht unser Flieger, wenn Ben und ich nicht vorher an Durchfall und Schwaeche gestorben sind. Wir haben uns irgendwas geholt, zum Glueck jetzt moechte man sagen, leider aber liegt der harte Rueckweg noch vor uns. Ich hoffe durch Schlaf im Flieger halbwegs wieder auf die Beine zu kommen, zur Zeit koennte mir Helmut Kohl wegrennen.

Nundenn, wahrscheinlich ist Internet auf den Flughaefen teuer, also erstmal keine Ankuendigung, wann es was neues gibt. Wahrscheinlich erst aus Deutschland!

hasta luego, zum letzten Mal!

PS: aus aktuellem Anlass, Joe und Ben gehen in den Rose Club nach der Wiederkunft, insbesondere eine Person ;) ist eingeladen mitzukommen. Ansonsten ist keine "Party" geplant, in meinem Zustand ist das sicher auch ratsam...

Die Cordillera Blanca-Gruppe meldet sich erfolgreich ein letztes Mal zu Wort; gestern waren wir mit ein paar anderen Travellern in den "heissen" Quellen in Monterrey, abgesehen von dem aufgrund irre hohen Eisengehalts irre hohem "baaah"-Gefühl (in Gold!) war das Becken sauber und lauwarm. Das Problem: Das Wasser aus der Quelle ist zu heiss, also wird es nur ganz dünn an einer Stelle (man, da war es angenehm!) in den Pool eingespeist, der wie alle übereinstimmten nicht besonders warm war. Spass hatten wir trotzdem, völlig aufgeweicht liessen wir den Abend in einer lustigen Bar ausklingen, holländische Bergsteiger und besoffene peruanische Bergführer inklusive.

Heute dann waren wir unterwegs, der Schlendrian sollte nur einmal am Vortag zuschlagen. Nach etwas Gesuche ging es mit dem Collectivo nach Yupa, von wo aus wir etwa 3 Stunden zur "Laguna Churup" liefen. Gesagt getan, bei leidlicher Sicht (auf 4000 Meter sind immer so viele Wolken, menno!) kamen wir an einen Wasserfall, neben dem der Pfad sehr steil aufstieg. Nach gutem Beginn, einer Leiter (!) endete dieser Pfad allerdings auf einer großen, bestimmt 10m langen zu überquerenden Ebene, ohne Halt und ohne Rückhalt, sollte man sich für die Schluchtseite entscheiden. Aufgrund der hohen Glitschigkeit (es regnete zwar kaum, war aber alles feucht, ALLES!) liessen wir von unserem Plan ab, wir drehten in etwa 5 Meter vor dem Ziel um. Dafür hatten wir einen gemütlichen Abstieg mit tollem Ausblick, der Wasserfall war auch schön, und die blöde Lagune war bestimmt ganz doof ;). Nun, gut war's trotzdem.

Danach sind wir im eigentlich übersichtlichen Huaraz erstaunlich lang über uns unbekannte Marktstraßen gelaufen, ganz nett.

Bei uns ist schon Endzeitstimmung, irgendwie ist Peru vorbei, auch wenn es noch so lange dauert, bis wir zurück sind. Aber morgen ist nur noch Rückfahrt nach Lima, und dann geht es mehr oder weniger ohne Unterbrechung auf die doofe weil lange Reise zurück nach Deutschland.
Aber vorher melden wir uns nochmal, aus Lima. Denke ich :)

Wieder mal abend in Lima, wo einst Pizarro mit dem Schwert die ersten Quadrate in den sonnenverbrannten Boden zeichnete.
Wieder mal Rueckblick auf einen Tag in der Stadt, die immer noch von der gleichen Sonne gebacken wird.
Wir waren wieder zu Gast im Franziskaner-Konvent San Francisco, diesmal nicht als Filmstatisten, sondern bei einer Fuehrung. Altbekannt das untere Stockwerk mit Sakristei und Heiligenbildern im Atrium, ebenso die Katakomben mit dem lustigen Knochenmosaik.
Diesmal bekamen wir aber auch das obere Stockwerk zusehen, und die die maurisch beeinflusste Holzkuppel der Haupttreppe. ganz klares Highlight war aber die Bibliothek. Ein kleiner, aber fantastischer Saal, in dem sonst auch Harry Potter rumhaengen koennte, zweietagig, mit wunderbar altmodischen Wendeltreppchen, und die Waende voll mit alten Buechern, einer der bedeutendsten Sammlungen Laeinamerikas laut unserer Fuehrerin. Die Moebel mit dem zeitlosen Charme wirklich alter Stuecke, ganz vorne ein grosses aufgeschlagenes Buch mit einem Choral...ich schliesse mich Joe an, wenn och den Herrn der Ringe nochmal irgendwo durchlesen will, dann hier.
Der zweite Besuch heute war das "Museo del Oro", das, wie der Name schon andeutet, eine bedeutende Sammlung peruanischer Goldobjekte enthaelt, sowie Arbeiten aus Silber, Kupfer und Keramik. Man erhascht einen Blick auf den ganzen Prunk alter Kulturen, wenn man ein komplettes Set aus Krone, Zepter, Handschuhen, Maske, Mantel und Halskette sieht, alles VOLL Gold. Dazu unzaehlige Gefaesse, Ohrringe, Ziernadeln, Teppiche und natuerlich Tumis, unter anderem ein grosses, aeusserst preachtiges Stueck, Massivgold. Ein Schatz, im wahrsten Sinne des Wortes, vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich um eine private Sammlung handelt.
Die Spucke, aber auch voellig, bleibt einem aber nicht im Goldkeller, sondern darueber weg, denn der Sammler war offensichtlich auch an Kriegsgeraet aller Art interessiert. Im Erdgeschoss lagert der groesste, vielfaltigste und offensichtlich wertvollste Haufen Waffen, den ich je gesehen habe, die schiere Masse an historischen Gewehren und Klingen, groesstenteils besonders verzierte Stuecke, erschlaegt einen. Allein die Absurd detailverliebten japanischen Schwerter wuerden einem kundigen Betrachter den Tag fuellen. Ich konnte nur mit offenem Mund rumlaufen. Oh, zwei perfekt erhaltene Pistolen aus dem siebzehnen Jahrhundert, schon wieder...und ist das Rosenquarz auf dem Gewehrlauf da? Ziemlich krass. Danach sind wir zurueck mit dem Bus durch die halbe Stadt gekurvt, fuer einen Sol pro Nase. Not bad insgesamt. Und jetzt guck ich, obs noch Milchreis gibt. Chao, der Freebird

Laguna 69

02:40

Nach dem ganzen Gedschungel hier dann mal unser Programm.

Wir sind ja gestern abend mit dem Bus nach Yungay gefahren, leider wie wir heute morgen feststellten unser Gepäck nicht. Warum auch immer (wir hatten ganz normal mit unseren Tickets das Gepäck abgegeben) wurde unser Gepäck schon in Huaraz (auf der Strecke) abgeladen.
Nunja, so halb ausgestattet entschlossen wir uns, trotzdem das Tagesprogramm an der "Laguna 69" durchzuziehen, da wir beide halbwegs gekleidet waren, eh unsere Wanderschuhe anhatten und ausserdem auch nicht so unglaublich Schwieriges vor uns stand.
Mit dem Colectivo ging es erst einmal auf 3900 Meter, von wo uns ein 3stündiger (angeblich, wir waren schneller) Marsch 8km den Berg hinauf auf etwa 4600 Meter brachte. Auf der Höhe war es echt krass, nach knapp 100 Schritten waren sowohl Ben als auch ich beide sehr ausser Atem, da reicht der Sauerstoffgehalt der Luft einfach nicht mehr. Nunja, um an einer Gruppe aus 2 Amerikanern und einer Kanadierin vorbeizuziehen hat es noch gereicht ;) Mit selbigen unterhielten wir uns auf dem Rückweg sehr lustig, nette Gesprächspartner in einer umwerfenden Landschaft, 200 Meter unter dem Gletscher bei Nieselregen. Sehr starkes Erlebnis, ansonsten war keiner da. Die Lagune selber - ohne Worte ein Hellblau, trotz bedecktem Himmel, dass alles schlägt was ich bislang gesehen habe, dazu nebelverhängte Gletscher im Hintergrund und ab und zu mal ein kurzer Blick auf die mehr als 6000 Meter hohen Gipfel. Sehr stark. Auf dem Rückweg wurde das Colectivo, auf das wir warteten von einem Truck abgelöst, bei dem wir per Anhalter mit herumpolternden Fässern und jeder Menge leerer Flaschen über die Piste hüpften rollten. Billiger, und sicher auch spassiger.

Hier in Huaraz sind wir nach ein bisschen Hin- und Hergesuche dann auch wieder an unser Gepäck gekommen, und haben in einem lustigen, leicht chaotischen Hostel unter britischer Leitung eingecheckt. Morgen geht es dann voraussichtlich mit den anderen zun den warmen Quellen, 45° colafarbenes Wasser wartet auf uns :)
Der eigentlich auch noch auf dem Plan stehende "Pastoruri"-Gletscher fällt leider aus, er muss sich noch von Weihnachten erholen (so unser Hostelbesitzer). Nunja, da wird sich sicher auch Ersatz finden lassen.
Also, wahrscheinlich morgen nächster Bericht...warm und halb flüssig ;)

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